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Mittwoch, 16. September 2009

Jan Liefholds Offenbach-Blog













Übung macht den Meister

Das Bühnenbild steht! Größten Teils jedenfalls, noch fehlen einige Details und auch der Regisseur hatte noch ein paar kleinere Änderungswünsche, aber wir können schon wieder auf der Bühne proben und uns langsam an die neue Umgebung gewöhnen. Duncan Hayler und das Technikerteam der Wiener Kammeroper haben ganze Arbeit geleisten!
Jetzt heißt es natürlich, das bisher geprobte in den fertigen Bühnenraum zu verlegen und prompt melden sich erste Schwierigkeiten: Requisiten können, auf Grund der Setbeschaffenheit, nicht dort liegen, wo man sie haben will. Auftritte und Abgänge müssen neu überdacht werden etc. Das sind jedoch alles Kleinigkeiten, denn die enge Zusammenarbeit von Waut Koeken und Duncan Hayler machte ein effektives Proben möglich, bei dem das Set immer mitbedacht wurde.
Ab heute kommen "Tulipatan" und "Ba-ta-clan" in ihre Originalumgebung und jetzt heißt es in den nächsten Tagen, die einzelnen Szenen immer wieder üben, ausbessern, nacharbeiten und verfeinern!
Übrigens: die erste Kostümanprobe hat stattgefunden! Jedes Ensemblemitglied hat sein Bühnenkostüm probiert und derzeit werden die letzten Änderungen daran vorgenommen, bevor sie bei der anstehenden Kostümprobe erstmals zum Einsatz kommen.

Zitat des Tages: Gut Ding will Weile haben. (Unbekannt)


Skill comes with practice

The set is done! Well, for the most of it. There are still some details missing and the director also suggested some changes but still, we can already rehease on stage and get acquainted with the set. Duncan Hayler and the technicians of the Wiener Kammeroper have done some excellent work.
Now we have to set up everything that has been rehearsed so far in the set. And there are already a few obstacles: props can't be put in the place we used to put them, stage entrances and exits have to be reconsidered etc. But those are minor changes.
From today on, "Tulipatan" and "Ba-ta-clan" will be set in their original surrounding! For the next few day, their will be a lot of rehearsing the scenes, correct and improve them!
By the way: the first costume fitting took place! Everyone of the cast tried his costume on, there are a few alterations to make these days, and they will be ready for the first costume-rehearsal which is coming up soon!


Quote of the day: Rome wasn't built in a day.

JLi

Donnerstag, 7. Juli 2011

"You gave me the best opportunity to express myself" - Duncan Hayler, Set designer

Dear Holger and Isabelle,

I have answered your petition in the best way I could express myself.

I sincerely wish with all my heart that your beautiful opera together with its unique atmosphere and its wonderful family of highly talented employees, with whom I have had the greatest pleasure and honour of working, can sustain this pathetic and stupid political decision.

You gave me the best opportunity to express myself, you employed me ... and you are amongst my dearest and most unforgettable friends.
You have been a great part in my life as a designer.
I wish you both and the entire company my solidarity and highest artistic esteem.

Yours, profoundly and most sincerely,

Duncan Hayler.
(by Email on July 2, 2011)

Duncan Hayler at Wiener Kammeroper on wienerkammeroper.blogspot.com

Montag, 7. September 2009

Fotoshooting mit Waut Koeken und Duncan Hayler






















Ausstatter Duncan Halyer (mit Krone) und Regisseur Waut Koeken haben viel Spaß während des Fototermins für das offizielle Pressefoto der Offenbach-Produktion.

Set Designer Duncan Hayler and Director Waut Koeken have a lot of fun during the photo session for the official press photo of the Offenbach production.

Sonntag, 6. September 2009

Jan Liefholds Offenbach-Blog

Lasst die Puppen tanzen!

In den vergangenen beiden Probentagen hat sich das Ensemble von "L'île de Tulipatan" auf der Bühne der Kammeroper verstärkt körperlich betätigt, um seinem Publikum neben dem Ohrenschmaus auch einige choreographische Leckerbissen servieren zu können. Die Künste und Ideen von
Choreograph Ferdinando Chefalo waren gefragt, der zusammen mit Regisseur und Künstlern in kreativem Austausch diverse Tanzeinlagen und Tableaus erarbeitete.
Zuerst bewies hier das junge Liebespaar Hermosa und Alexis (gespielt von
Jeroen de Vaal und Milena Gurova) besondere Grazie als es darum ging, das "Kennenlern-Duett" mit schmeichelnden Bewegungen zu untermalen. Später konnte dann Lisa-Maria Jank in ihrer Rolle als Théodorine einen kleinen satirischen Gruß an den obligatorischen Offenbach'schen Can-Can auf's Parkett bzw. die Bühnenbretter legen.
Daneben kommen natürlich die szenischen Proben nicht zu kurz, und auch
Dirigent Daniel Hoyem-Cavazza feilt parallel mit Sängern und Chor weiter fleißig an Arien und Ensemblestücken.
Es herrscht also ein reges Treiben im Opernhaus, denn nicht nur auf der Bühne wird die Produktion unermüdlich vorbereitet.
Duncan Hayler, der für die Ausstattung der beiden Operetten verantwortlich ist, arbeitet mit seinem Team an Kulissen, Requisiten und Kostümen die, bisher nur als Modelle und Zeichnungen vorhanden, bis spätestens zu den Abschlussproben in der letzten Septemberwoche fertig sein müssen!
Nach einem probenfreien Sonntag, den sich das Team redlich verdient hat, geht es am Montag Morgen wieder frisch ans Werk, starten die Proben in die zweite Woche, in der neben letzten Einzelheiten für "Tulipatan" vor allem die Arbeit an
"Ba-ta-clan" auf dem Programm steht.

Zitat des Tages: "Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß!" (
Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke)

Make 'em dance!

The past two days, the cast of "L' île de Tulipatan" had a lot of physical exercises to do on stage of the chamber opera, so they can also present some gentle choreographies to go with the great music and singing. It gave choreographer Ferdinando Chefalo the chance to create a few dancing parts wherefore he worked close together with the director and the cast.
At first, the young lovebirds Hermosa and Alexis (starring
Jeroen de Vaal and Milena Gurova) showed off perfect grace while dancing along to their first Duetto. Afterwards, Lisa-Maria Jank (Théodorine) mocks the compulsive Offenbach Can-Can with the choreographie of her aria.
Besides that, the scenical rehearsals are none the less intense and meanwhile,
conductor Daniel Hoyem-Cavazza is working with the choir and the cast in separat musical reheasals.
There is a lot going on at the opera house! Not only on stage but also behind the scenes. Duncan Hayler, setdesigner of the production, is very busy to build the set with his team, creating props and having the costumes made. It all has to be ready at least one week before the opening for the final rehearsals!
After taking a day off on sunday, we will proceed on monday mornig, starting the second week of rehearsals. Not only will the raw version of "Tulipatan" be completed but also
"Ba-ta-clan" will get going!

JLi


Mittwoch, 7. April 2010

Probenbeginn von Albinonis IL NASCIMENTO DELL´ AURORA

Herzlich willkommen unseren Gästen zum Probenbeginn von IL NASCIMENTO DELL´AURORA, Premiere am 6. Mai, weitere Vorstellungen bis 12. Juni jeweils Di, Do, Sa + zusätzliche Schülervorstellungen.

Das Leadingteam - Musikalische Leitung: René Clemencic · Inszenierung: Kristine Tornquist · Bühnenbild: Duncan Hayler · Kostüme: Markus Kuscher · Lichtdesign: Michael Hofer

Die Solisten - Dafne: Krisztina Jonas · Zeffiro: Gerhard Hafner · Flora: Solmaaz Adeli · Apollo: Armin Gramer · Peneo: Wilhelm Spuller

Das Clemencic Consort

Die Hospitantinnen - Evelin Illés, Laura Thelen und Evelyn Strasser.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Neuproduktion: IL NASCIMENTO DELL´AURORA von TOMASO ALBINONI






















Das Leadingteam
Musikalische Leitung: René Clemencic · Inszenierung: Kristine Tornquist · Bühnenbild: Duncan Hayler · Kostüme: Markus Kuscher · Lichtdesign: Michael Hofer

Die Solisten
Dafne: Krisztina Jónás · Zeffiro: Gerhard Hafner · Flora: Solmaaz Adeli · Apollo: Armin Gramer · Peneo: Wilhelm Spuller · Elisabeth (stumme Rolle): Evelin Illés

Das Orchester
Clemencic Consort: Fritz Kircher (Konzertmeister), Christoph Angerer, Maud Breisach, Gunda Hagmüller, Barbara Pobenberger, Margit Urbanetz-Vig (Violine), Elzbieta Sajka, Ilse Wincor (Bratsche), Claudio Ronco, Elisabeth Zeisner (Violoncello), Roberto Sensi (Kontrabass),
Hubert Hoffmann (Theorbe)

Vorstellungen bis 12. Juni 2010, zusätzlich Schülervorstellungen am 31. Mai und 11. Juni, Informationen und Karten unter
www.wienerkammeroper.at.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Offenbach in der Kammeroper

Gernot Zimmermann berichtet über die Offenbach-Produktion an der Wiener Kammeroper im Kulturjournal auf oe1.ORF.at.

Unter dem langjährigen Leiter der Wiener Kammeroper Hans Gabor ist der in Wien gerne vernachlässigte Jacques Offenbach immer wieder auf den Spielplan gesetzt worden. Denn außer "Hoffmanns Erzählungen", "Pariser Leben", "Orpheus in der Unterwelt" und allenfalls noch "Die schöne Helena" wird das große Oeuvre von Offenbach hierzulande natürlich von der Wiener Operette in den Schatten gestellt. Dieser Tradition der Kammeroper nimmt man sich mit der heutigen Eröffnungspremiere wieder an und hat zwei fast völlig unbekannte Einakter von Offenbach ausgegraben.
Eine "Chinoiserie musicale"
Der zweite der beiden jetzt zur Aufführung gebrachten Einakter von Jacques Offenbach ist gewiss der stärkere. Er heißt "Ba-ta-clan", stammt aus dem Jahre 1857 und nennt sich eine "Chinoiserie musicale", weil er an einem fiktiven chinesischen Kaiserhof spielt, von dem die Protagonisten fliehen wollen, weil sie verkleidete Europäer sind - eine Satire auf Gesellschaft, Politik und Bürokratie, die immer gültig ist und die der junge belgische Regisseur Waut Koeken mit aktuellen politischen Spitzen auch auf österreichische Verhältnisse versieht.
"Ba-ta-clan", das ist Lust an Sprachspiel und Sprachakrobatik, wie sie auch die Wiener Gruppe praktiziert hat. Nicht nur das Musikgenre, sondern auch die Sprache wird bei Offenbach auf den Kopf gestellt. In der Kammeroper ist auf der Bühne daher ein auf den Kopf gestelltes Miniaturopernhaus das originelle Bühnenbild von Duncan Hayler.
Blödsinn pur
Der erste Einakter des Abends "L'ile de Tulipatan" ist im Gegensatz zu "Ba-ta-clan" etwas flacher und Blödsinn pur. Es geht um ein Geheimnis und um - wie man das heute salopp nennen würde - Männer in Frauenkleidern oder Frauen in Männerkleidern. Der musikalische Leiter der Kammeroper, Dirgent Daniel Hoyem-Cavazza, will aber in beiden Einaktern musikalisch trotzdem alles geben.
Subventionen dringend nötig
Seit zehn Jahren leitet Holger Bleck, gemeinsam mit der Witwe von Hans Gabor, Isabella Gabor, das private Haus, das öffentliche Subventionen natürlich dringend benötigt und seit zehn Jahren mit denselben Zuwendungen auskommen muss. Holger Bleck muss für sein kleines Haus am Fleischmarkt im ersten Bezirk jedes Jahr um die öffentlichen Zuwendungen kämpfen und fürchtet ständig um Kürzungen.
In dieser Saison plant man in der Kammeroper noch die bereits traditionelle Barockoper "Il Nascimento dell'Aurora", die musikalisch Rene Clemencic betreuen wird, und Aribert Reimanns "Gespenstersonate", die Peter Pawlik inszenieren wird, der schon für einige Erfolge an der Kammeroper verantwortlich zeichnete.

Quelle: oe1.ORF.at, Textfassung: Ruth Halle

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Mittwoch, 31. März 2010

die kunst der stunde - Musikvermittlungsprojekt der Wiener Kammeroper war wieder ein voller Erfolg






















450 begeisterte Schüler/innen fanden in den Jugend-Workshops von 22.- 26. März 2010 auf spielerische Weise Zugang zu klassischer Musik: Die Wiener Kammeroper veranstaltete zum zweiten Mal in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Musikvermittlungs-Projekte für Schüler von 11 - 17 Jahren. Zum Auftakt fand am 22.03. ein 2-stündiger Experten-Workshop für 30 MusikvermittlerInnen und LehrerInnen unter der Leitung von Mag. Martin Sigmund gemeinsam mit Studenten des Instituts für Musikpädagogik statt.
Ziel der Workshops mit dem Titel "die kunst der stunde" ist es, Zugänge zu "fremder", unbekannter Musik zu erarbeiten; im Mittelpunkt stehen die eigenen künstlerischen Aktivitäten. Bei den diesjährigen Workshops wurde mit dem Thema der Aurora-Mythologie und der Musik aus der Barockoper "Il Nascimento dell´ Aurora" von Tomaso Albinoni gearbeitet.
"Die Neuauflage der Jugend-Workshops war ein voller Erfolg", freut sich das Direktionsteam Isabella Gabor und Holger Bleck über das durchwegs positive Echo der TeilnehmerInnen. "Nachhaltigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg - deshalb veranstalten wir unsere Jugend-Workshops alljährlich", ergänzt Holger Bleck. Mit sichtlicher Begeisterung wurde gemalt, geschrieben oder auf der Bühne dargestellt und die Kreativität der Jugendlichen mit dem Pinsel, dem Schreibstift oder unter Einsatz ihrer schauspielerischen Phantasie gefördert. Aus diesem Grund "steht von Beginn an die persönliche Erfahrung im Umgang mit Musik und Theater im Mittelpunkt dieser Workshops", fügt Isabella Gabor hinzu.
Wie schon vor einem Jahr werden Lehrer und Schüler mithilfe von Arbeitsmaterialien der Wiener Kammeroper in den kommenden sechs Wochen mehr über Albinonis Opernschaffen erfahren; 2009 hatte eine Klasse des Gymnasiums Boerhavegasse für ihre eigene Version der Haydn-Oper "Le pescatrici" ("Die Fischerinnen") einen Preis im Rahmen des Haydn-Jahres erhalten. Auch dieses Jahr werden im Zeichenunterricht Bühnenbilder zur Oper entworfen und die Schüler optimal auf die Schülervorstellungen am 31. Mai und 11. Juni vorbereitet.
Am 14. Mai 2010 werden SchülerInnen des Gymnasiums Boerhavegasse ihre eigene Version von Albinonis Oper zur Aufführung bringen - mit eigener Musik, aber im Originalbühnenbild von Duncan Hayler in der Wiener Kammeroper; eine Vormittagsvorstellung für Schüler, die Abendvorstellung für die Eltern. Die Originalproduktion "Il Nascimento dell´ Aurora" von Tomaso Albinoni wird in der Wiener Kammeroper von 6. Mai bis 12. Juni 2010 zu sehen sein.
Unterstützt wird das ambitionierte Projekt vom Institut für Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dem Musikpädagogischen Zentrum mpz, kulturkontakt AUSTRIA, den Freunden der Wiener Kammeroper, den Stadtschulräten von Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Koordinationsstelle für musikalische Bildung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.
Die Wiener Kammeroper dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und freut sich auf die Fortsetzung der Workshops "die kunst der stunde" im Jahr 2011.

Wie geht es weiter...
-> Lehrerstammtisch am 16. Juni 2010, Beginn: 18.00 Uhr, im "Bierkeller" der Wiener Kammeroper, Anmeldung per E-mail erbeten unter information@wienerkammeroper.at: Erfahrungsaustausch, Feedback, Diskussionen zu "die kunst der stunde" und IL NASCIMENTO DELL´AURORA sowie Ausblick auf zukünftige Schüler-Workshops.
-> Schülervorstellungen IL NASCIMENTO DELL´AURORA am 31. Mai und 11. Juni 2010 um 10.30 Uhr. Restkarten für die Schülervorstellungen und für Abendvorstellungungen unter T: +43 1 512 01 00-77 (Wiener Kammeroper) oder per E-mail ticket@wienerkammeroper.at
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-> Ausstellung der Schülerarbeiten aus den Workshops ab 18. Mai 2010 in der Aula des Wiener Stadtschulrates - Eröffnung um 11.00 Uhr.

Mittwoch, 18. November 2009

Offenbach hausse: Kammeroper






















Der Neue Merker, November 2009 / Printausgabe / über „L’ILE DE TULIPATAN“ und „BA-TA-CLAN“ an der Wiener Kammeroper, 6.10. (Pr. 1.10).
Wie schön, wenn man einmal Stück, Inszenierung und Aufführung ohne Einschränkung bejubeln kann. Die Wiener Kammeroper, die schon bisher über 20 von Offenbachs ca. 130 Werken gebracht hat, hat wieder eine gute Wahl getroffen.

Der Regisseur Waut Koeken hat die Libretti behutsam modernisiert und Anspielungen auf die damalige Zeit Napoleons III durch solche auf heutige politische, künstlerische, wirtschaftliche... Zustände ersetzt. Ein belachtes Beispiel: „Yes, can-can". Es wurde in französischer Originalsprache köstlich ironisch parliert und gesungen. Die beiden Farcen wurden mit solch sprühender Lebendigkeit präsentiert, dass die Stimmqualität der größtenteils jungen Sänger von sekundärer Bedeutung war. Dank glänzender Personenregie konnten sich alle profilieren. Für Künstler im Entwicklungsstadium eine wunderbare Chance, sich lustvoll freizuspielen.

In der (mit Adaptionen) für beide Stücke passenden Ausstattung von Duncan Hayler, unterstützt durch die Arbeit des Lichtdesigners Glen D'haenens und die Choreographie (,,cancanons, barcarollons”) von Ferdinando Chefalo agierte ein 6-köpfiger Chor, ein von Koeken eingeführter ‚Narrateur’ Benjamin Prins, der zusammen mit der manchmal bewusst ‚spinnenden’ Übertitelanlage für zusätzliches Vergnügen sorgte. Zuerst erscheinen chinesische Schriftzeichen, dann verkehrte lateinische Buchstaben, dann ,,Störung" usw. Außerdem hat „Tulipatan" 5 Hauptrollen, „Ba-ta-clan" 4. Der Mezzo Lisa-Maria Jank hat daher nur einen (vom Narrateur kommentierten) größeren Auftritt im 1. Stück, aber so ist es halt komponiert. Das Paar sind Milena Gurova und Jeroen de Vaal (im 1. Stück gender-konträr kostümiert wegen der entsprechenden Erziehung), die entsprechenden Väter sind dort Andreas Jankowitsch (Bariton) und Dan Chamandy (Tenor), die eine tolle Parodie der grand' opéra abliefern.

Im 2. Stück, der ,,Chinoiserie musicale" (Libretto Ludovic Halévy, der Neffe des Komponisten der ,Jüdin"), ist Chamandy der ranghöhere, ähnlich - trotz französischer Abstammung - der Kaiser von China. Das Orchester spielt unter der Leitung von Daniel Hoyem-Cavazza, der vor jedem Stück zeremoniell über die Leiter in den Orchestergraben absteigt, vorzüglich, mit Schmiss und Elan, doch manchmal etwas laut - der Saal ist halt nicht so groß, wie er sein müsste. Trotzdem passt das Ganze herrlich in das Haus mit seiner Offenbach-Tradition.

Hans Peter Nowak