Chat-Beitrag von "Edwin" auf http://www.capriccio-kulturforum.de
[...] Die Wiener Kammeroper ist nicht irgendein kleines Haus, das zwischen Mozart und Mozart herumdümpelt. Ganz im Gegenteil: An diesem Ort gab es einige Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten wie Rainer Bischof, Gottfried von Einem oder Herbert Lauermann; zu den fixen Repertoirepunkten gehörten stets die Kammeropern Brittens, man bemühte sich an diesem Haus auch um die kleiner besetzten Werke Gian Carlo Menottis, als dieser nicht mehr in Mode war, versuchte sich an Busoni ("Arlecchino") und de Falla ("Retablo") und wagte sich an Schostakowitschs "Nase".
In jüngerer Zeit konnte man dort Rameau-Einakter erleben, Brittens "Owen Wingrave", Haydns "L'isola disabitata", Birtwistles "The Io Passion" und Darius Milhauds "Le pauvre matelot" kombiniert mit George Antheils "Venus in Africa". An keinem anderen Haus in Österreich ist die Oper des 20./21. Jahrhunderts in der Relation so stark vertreten wie an der Kammeroper. Die Aufführungen sind in der Regel sehr gut, oft ist die Kammeroper das Sprungbrett an ein größeres Haus.
Das Argument des Bundes muß man sich dabei auf der Zunge zergehen lassen: Es würden zuwenige Opern österreichischer Komponisten gespielt. Das ist das Argument einer Regierung, die stolz auf ihre europafreundliche Haltung ist und immer betont, wie kleinkrämerisch Nationaldenken sei.
Ich bitte niemanden, die Petitition zu unterschreiben, denn ich will niemandem etwas einreden. Ich möchte nur feststellen, daß es eine Petition zum Erhalt des Hauses gibt, und zwar unter www.openpetition.de/petition/unterzeichner/wiener-kammeroper.
Freitag, 5. August 2011
Donnerstag, 4. August 2011
Wirtschaftsnachrichten Donauraum: "Kultur und Wirtschaft bilden eine erfolgversprechende Allianz" - Wiener Kammeroper und Wirtschaftskammer Wien
"Investitionen in Kultur zahlen sich in jedem Fall aus. Volkswirtschaftlich gesehen kommt jeder investierte Euro 2,3-fach zurück“, rechnet Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny vor. Und eine diesbezügliche Studie gibt ihm recht. Öffentliche städtische Subventionen bringen rund 500 Millionen Euro Wertschöpfung, fast 700 Arbeitsplätze für die Bundeshauptstadt ..." [weiter...]Die Wirtschaftsnachrichten Donauraum zur Partnerschaft von Wirtschaftskammer Wien und Internationalem Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs: "Kultur und Wirtschaft bilden eine erfolgversprechende Allianz: WKW-Präsidentin Brigitte Jank mit den Belvedere-Gesangswettbewerb-Preisträgern Miklós Sebestyén (Ungarn), Antonio Poli (Italien), Agnieszka Adamczak (Polen) und Kammerdirektor Mag. Heinz Wollinger."
Freitag, 29. Juli 2011
"Wiener Kammeroper eine der beliebten Visitenkarten der Stadt Wien" - Sun Shuzhu, Beijing
Das, dass die Wiener Kammeroper in grosser Schwierigkeit liegt, tut mir furchtbar leid. Ich, ein chinesischer Musikliebhaber, ein pensionierender Kulturbeamt, findet, dass die Wiener Kammeroper eine der beliebten Visitenkarten der Stadt Wien ist und die Musiktradition in Wien, in Oesterreich, in Europa pflegt. Ich hoffe sehr, dass die Wiener kammeroper nicht nur weiterbleiben, sondern auch um so entwicklt werden sollte.
Sun Shuzhu
in Beijing
(per Email am 27. Juli)
Sun Shuzhu
in Beijing
(per Email am 27. Juli)
Mittwoch, 27. Juli 2011
"The Kammeroper is truely innovative" - Prof. Peter West FRS, King´s College London
Dear Dr. Schmied, I was very concerned to learn that the funding for the Kammeroper is being reduced and then withdrawn. Over the last few years I have been working in Vienna for a few months each year. One big advantage of this arrangement for me was that I could go to the opera often, as indeed I did. Of the many operas I saw the two I enjoyed best were Pasifal (with Thomas Quasthoff) at the Staatsoper and "Nascimento dell Aurora" by Albinoni at the Kammeroper.The Kammeroper is truely innovative; indeed I believe that this was the first time that an opera by Albinoni was performed in recent times by any opera house. It really was a magical performance, and I can, even now, recall many sections of it; without doubt it is one the best operas I have ever seen. In contrast, I have sometimes found the operas at the Staatsoper to be a bit predictable and not always to have a cast whose singing was, to my ears, of the highest quality. I do hope that this decision can be reconsidered and Vienna can continue to be a the very forefront of innovative opera. Yours sincerely,
Professor Peter West FRS
King´s College London
(by Email on July 24, 2011 to Dr. Claudia Schmied, bmukk)
Donnerstag, 21. Juli 2011
"Wiener Kammeroper engagiert sich besonders für Jugendarbeit und Musikvermittlung" - Institut für Musikpädagogik Wien

"Die Wiener Kammeroper ist für das Institut für Musikpädagogik Wien ein langjähriger Kooperationspartner, der sich besonders für Jugendarbeit und Musikvermittlung engagiert und mit dem das IMP Wien bereits zahlreiche Projekte realisieren konnte, wie z.B. Viva l'Aurora oder die seit mehreren Jahren erfolgreiche Reihe Die Kunst der Stunde (vgl. auch Projektberichte und Literaturhinweise ...)"
Quelle: Homepage des IMP
Dienstag, 19. Juli 2011
"It was one of the highlights of my musical life." - Composer Kirke Mechem about his opera "Tartuffe" at the Wiener Kammeroper

Kirke Mechem on July 18 to Daniel Hoyem-Cavazza, Music Director of the Wiener Kammeroper
Dear Daniel: Many thanks for informing me of Kammeroper's financial difficulty. I have filled out and signed the petition. If the following statement would be of any help, you have my permission to use it in any way you choose. I still remember with the greatest pleasure the wonderful performance of my opera, TARTUFFE, by the Wiener Kammeroper in 2002 — one of the best I have hear of the 400 performances th work has had in six countries. It was one of the highlights of my musical life. As one who lived three years in Vienna long ago, I know what an important part of the ciy's cultural life the Kammeroper is.
Herzliche Grüße!
Kirke
Kirke Mechem
http://kirkemechem.com
San Francisco
Herzliche Grüße!
Kirke
Kirke Mechem
http://kirkemechem.com
San Francisco
Sonntag, 17. Juli 2011
Marianne Klicka: "Der Fortbestand der Wiener Kammeroper... muss gesichert werden."

"Der Fortbestand der Wiener Kammeroper mit ihrem Genre Kammeroper, demn zeitgenössischen Musiktheater, der Förderung des Nachwuchses und der Durchführung des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangwettbewerbes muss gesichert werden, denn sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Musiktheaterlandschaft."
Marianne Klicka, 3. Präsidentin des Wiener Landtags, eröffnete das FINALE des 30. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs im Großen Festsaal des Wiener Rathauses:
Foto v.l.n.r.: Dritte Landtagspräsidentin Marianne Klicka, Kammeropern-Direktorin Isabella Gabor, Wirtschaftskammerpräsidentin KommRätin Brigitte Jank und Kammeropern-Direktor Holger Bleck
***
Kommentar: VP-Dworak: Erhaltung der Wiener Kammeroper wird offenbar zur Chefsache erklärt
Abonnieren
Posts (Atom)